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Webhoster warnen vor Phishing-Mails
Datum: 27.12.2011 Autor: Matthias Bandemer Rubriken: Provider
Einige große Webhoster warnen derzeit ihre Kunden vor so genannten Phishing-Mails. In den letzten Tagen sind vermehrt betrügerische E-Mails aufgetaucht, über die versucht wird, die Zugangsdaten von Webhosting-Kunden auszuspähen. In den E-Mails wird ein Problem mit dem Kundenaccount vorgetäuscht und über einen präparierten Link zur Eingabe der Zugangsdaten aufgefordert. Der Link führt auf eine Website, die dem echten Kundenzugang des Webhosters täuschend ähnlich sieht und bei Eingabe von Benutzername und Passwort, die Zugangsdaten an die Betrüger weiterleitet. Die E-Mails sind aufgrund von Rechtschreib- und übersetzungsfehlern relativ leicht als unecht bzw. betrügerisch erkennbar, aufgrund der großen Anzahl dieser E-Mails haben einige große Webhoster trotzdem ihre Kunden in separaten Newslettern über das Problem informiert.Was ist Phishing?Phishing ist eine Form von Online-Kriminalität bei der versucht wird Zugangsdaten von Internetnutzern auszuspähen. Zu diesem Zweck werden ähnlich wie beim Spamming massenhaft manipulierte E-Mails versendet, in denen zur übermittlung der Zugangsdaten aufgefordert wird. Auch wenn der prozentuale Anteil der Nutzer, die auf diesen simplen Trick hereinfallen, nur sehr klein ist, ist das Phishing aufgrund der großen Zahl von versendeten Mails ein lohnendes Geschäft für die Betrüger. über Phishingmails wurden in der Vergangenheit vor allem Online-Banking-Kunden oder Inhaber von Kreditkarten angegriffen. Mittlerweile verzeichnen Sicherheitsexperten aber für fast jede Art von Online-Diensten entsprechende Angriffe.
Wie kann ich mich vor Phishing-Angriffen schützen?Grundsätzlich gilt: Klicken sie niemals auf Links in E-Mails und geben sie dann ihre Zugangsdaten ein. Rufen sie statt dessen die entsprechende Website direkt über die Eingabe der URL im Browser auf oder verwenden sie ein entsprechendes Lesezeichen ("Favoriten"). überprüfen sie vor Eingabe ihrer Zugangsdaten die URL in der Adressleiste des Browsers auf korrekte Schreibweise und achten Sie darauf, dass die Daten verschlüsselt (SSL-Verschlüsselung) übertragen werden.Was kann ich tun, wenn ich bereits Opfer einer Phishing-Attacke bin?Wenn sie den Verdacht haben, dass trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ein Betrüger Zugang zu ihrem Kundenkonto erhalten hat, sollten sie schnellstmöglichst den Anbieter schriftlich über das Problem informieren und wenn möglich versuchen, ihre Passwörter zu ändern. Weiterhin sollten sie in diesem Fall die entsprechende Phishing-Mail nicht löschen, sondern statt dessen abspeichern und ausdrucken, um später einen Nachweis zu haben, dass ein eventueller Schaden nicht selbst verursacht wurde.
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